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Erweiterung Hochhauskonzept Pratteln im Bereich des Bahnhofes / Zentrums

Ausgangslage

Pratteln wird heute sehr stark durch Bahn, Kantonstraße und Autobahn längs gegliedert. Der Entwicklungsschritt vom historischen Zentrum zur Bahnlinie ist in den letzten Jahrzehnten vollzogen worden. 
 
Zukünftige Entwicklung

Die nächste Phase der städtebaulichen Entwicklung ist die Überwindung der Bahn und die Entwicklung hin zur Kantonstraße (Hohenrainstrasse). Diese Kantonstrasse wird zukünftig ein neues Rückgrat der städtischen Entwicklung werden.

Die heutigen Industriebrachen zwischen dem Gallenweg und der Salinenstrassse liegen grösstenteils gemäss der neuen Zonenplan Pratteln Mitte in den Zentrumszonen. Diese Zonen umfassen Gebiete, die zur Entwicklung des Ortszentrums in Bahnhofnähe bestimmt sind. Gemäss Zonenreglement ist Wohnen und Arbeiten in diesen Zonen zulässig. Es können folgende Vorteile angeführt werden:

Vorteile dieser Öffnung/Erweiterung

  • Umwandlung der heutigen Industriebrachen oder Flächen mit verschiedenen Höhenausdehnungen
  • Aufwertung eines neuen Bahnhofareals Nord auch im Sinne Pratteln Mitte Zentrumszonen
  • Nutzungsausgleich im Erdgeschoss für halböffentliche Räume / Durchwegungen
  • Bahnhof Ausgang Nord wird entsprechend wichtig ausgestalten
  • Eine lediglich entlang der Bahn angeordnete Hochhausentwicklung markiert die Trennungslinie, was in städtebaulicher Hinsicht nicht vorteilhaft ist. 
  • Eine mögliche Entwicklung von hohen Bauten nördlich der Bahnlinie beeinflusst die weitgehend intakte südliche Bebauungsstruktur nicht.

Diese Chance sollte genutzt werden, um langfristig das Zentrum von Pratteln nach Norden weiter zu entwickeln und jetzt den Sprung über die trennende Bahnlinie zu schaffen. Diese städtebauliche Chance entsteht durch die Öffnung der Industrieareale.  
 
Für die gewerblichen Flächen nördlich der Bahn sollte in den nächsten Jahren eine Testplanung aufgebaut bzw. durchgeführt werden, die mittelfristig zu einem neuen, gut vernetzten Stadtquartier führt. Dabei gilt es neue Längs- und Querverbindungen, Durchwegungen etc. aufzubauen. Diese urbane Entwicklung soll weiter die Stadtentwicklungsfelder südlich der Bahn und nördlich der Autobahn verbinden.
 
Es braucht also einen strukturellen Plan, der jedoch auch den zukünftigen Wandel in der Siedlungsentwicklung offen mitzutragen vermag. In den nächsten Jahren sollte dieser Stadtgrundriss durch öffentliche Straßenräume am Bahnhof beginnend bis zur Kantonstraße hin entwickelt werden.
 
Hauptaugenmerk sollte auf einen Bahnhofplatz Nord gelegt werden und daran anknüpfend die Bahnhofstraße, als eine eher dem Fußgänger gewidmete Entwicklungsachse durch die sich öffnenden Industriefelder. Die industrielle Nutzung wird dabei zukünftig aufgrund der attraktiven Zentrumslage eher abgelöst und es entstehen Gewerbe-, Wohn- und Dienstleistungsflächen.
 
Diese neuen Entwicklungsachsen könnten auch hohe Bauten beinhalten, welche im Rahmen der zu erarbeitenden Testplanung deutlich positioniert werden könnten.
 
Eine Hochhausentwicklung längs der Bahn (wie angedacht im Konzept Nissen & Wentzlaff Architekten) markiert baulich die Trennungslinie, die die Bahn in allen Städten leider darstellt. Sie würde nur Sinn machen, wenn sie in der gewünschten Entwicklungsachse liegen würde und womöglich als öffentlich zugänglicher Raum existieren könnte. Dazu bedürfte es in Pratteln einer Tieferlegung der Bahn, die jedoch als nicht möglich scheint. Außerdem liegt eine zukünftige Entwicklungsachse in Pratteln eher 90 Grad gedreht dazu (Salina Raurica).
 
Deshalb kann man die vorgeschlagene strenge clusterartige Anordnung von Hochhäusern entlang der Bahnlinie auch kritisch beurteilen. Eine offenere Haltung öffnet die Chance, mit einer zukünftigen Testplanung ein geordnetes Einfügen von höheren Bauten in das neue Ortszentrum zu erreichen. Auf Pratteln bezogen kann dies bedeuten, dass Hochhäuser mit einer gewissen Distanz zur historischen Altstadt gesetzt werden und als Landmarks eher auch Richtung Autobahn/gegen Norden hin zugeordnet sein können. 
 
Schlussfolgerung

Erweiterung der Hochhauszone gegen die Hohenrainstrasse gemäss Situationsplan.

Hochhauskonzept
Hochhauskonzept/Studie Gemeinde Pratteln vom Juni 2008 von Nissen&Wentzlaff Architekten, Basel, sowie Erweiterung des Gemeinderates

Dokument 080630_doku_HH-Pratteln.pdf (pdf, 13566.7 kB)


Datum der Neuigkeit 1. Dez. 2009
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