Neue und sanierte Schulinfrastruktur Münchacker
Die Wohn- und Gewerbeüberbauung «Zentrale» wächst sichtbar: Das Atriumhaus und die Turmhäuser prägen bereits das Quartier. Parallel dazu nimmt die kommunale Planung der Schulinfrastruktur Münchacker Gestalt an – ein entscheidender Schritt angesichts des erwarteten Zuwachses an Kindern nach Bezug der neuen Wohnungen auf dem Areal der Zentrale.
Das heutige Schulhaus Münchacker für drei Klassen wird mit dem weiteren Ausbau der Wohn- und Gewerbesiedlung «Zentrale» bei Weitem nicht ausreichen. Ein Um- und Ausbau der Schulanlage ist deshalb zwingend nötig. Die Planung sieht zwei Etappen vor:
Erste Etappe – Abbruch der bestehenden Infrastruktur und Erstellung eines Provisoriums
Der Gemeinderat hat beschlossen, die benötigte Infrastruktur auf dem bestehenden Schulareal (Parzelle 685) umzusetzen. Im ersten Schritt liegt der Fokus auf der Schaffung zusätzlicher Flächen. Dafür werden die Gymnastikhalle zurückgebaut und der überdachte Aussenbereich entfernt. Zudem ist die Aufhebung des Allwetterplatzes vorgesehen. Anschliessend wird an dieser Stelle ein neues, dreigeschossiges Provisorium errichtet, das den Schulraumbedarf sicherstellt.
Geplant ist ein hochwertiges Provisorium in Holzelementbauweise, das sowohl den Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer als auch den städtebaulichen Vorgaben im Quartier gerecht wird. Das Provisorium soll mit einer guten Wärmespeicherung sowie einem angenehmes Raumklima überzeugen.
Sanierung und Umbau des bestehenden Schulhauses und des (alten) Kindergartens
Im Anschluss daran wird das bestehende Schulhaus umfassend saniert und umgebaut. Dabei werden sowohl die Gebäudehülle als auch die haustechnischen Anlagen grundlegend modernisiert. Ziel ist es, die vorhandene Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig nachhaltig aufzuwerten. Vorgesehen sind unter anderem die Erneuerung der Haustechnik, eine verbesserte Wärmedämmung sowie die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, etwa in den Bereichen Barrierefreiheit und Brandschutz.
Nach der Sanierung bietet das Gebäude neben schulischen Nebennutzungen wie Werkräumen Raum für zwei zusätzliche Kindergärten sowie für die schulische Tagesstruktur im Obergeschoss.
Auch der ehemalige Kindergarten an der Mittlerestrasse erfährt eine Sanierung und dient künftig als zusätzlicher Raum für Unterrichtsangebote wie Logopädie und Schulsozialarbeit. Zudem steht er während der einzelnen Bauphasen als Reservefläche zur Verfügung.
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Der alte Kindergarten
Um den Sportunterricht möglichst lange gewährleisten zu können, steht die Gymnastikhalle noch bis zum Herbst 2026 zur Verfügung. Danach müssen für die Schülerinnen und Schüler Alternativen geschaffen werden. Die sportlichen Aktivitäten werden deshalb mit Schwimmunterricht im Sommer, mit Waldausflügen und mit der Nutzung der Multifunktionshalle und des Kultur- und Sportzentrums kompensiert.
Politischer Prozess
Die Planung der Schulinfrastruktur Münchacker erfolgt im Rahmen der politischen Entscheidungsprozesse. Ein enger Fahrplan und Abhängigkeiten beim Bezug des Provisoriums erfordern ein konsequentes und gemeinsames Vorgehen.
Terminplan
- 2.Quartal 2026: Bewilligung der Sondervorlage durch den Einwohnerrat
- Ab Herbst: Abbruch der Gymnastikhalle und der Überdachung / Aufstellen des Provisoriums
- Ab Sommer 2027: Umzug der Schulklassen in das Provisorium
- Ab Herbst 2027: Sanierungs- und Umbauarbeiten des bestehenden Schulhauses
Ausblick auf die 2. Etappe
Für den Bau der Doppelturnhalle und die Erweiterung der Schulanlage zur Deckung des künftigen zusätzlichen Schülerbedarfs aus dem neuen Bredella-Areal reicht die Kapazität der bestehenden Parzelle 685 nicht aus. Hierfür möchte die Gemeinde die Parzelle Nr. 7765 erwerben. Der Planungshorizont für dieses Projekt erstreckt sich bis ins Jahr 2030 und erfordert eine Volksabstimmung.