Coop-Passerelle: Gemeinderat beschliesst Baustellenstopp und externe Überprüfung
Nach dem Bau-Unterbruch im Juli hat der Gemeinderat nun den definitiven Baustellenstopp beschlossen. Es wird nicht weitergebaut, bis der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entschieden hat.
Nach eingehender Prüfung der Situation hat der Gemeinderat den definitiven Baustopp beschlossen. Die Gründe dafür sind insbesondere die aufschiebende Wirkung der Stimmrechtsbeschwerden und die damit verbundene fehlende Planungssicherheit hinsichtlich der Finanzierung. Gleichzeitig ist nach heutigem Stand mit einer deutlichen Kostensteigerung zu rechnen, die über den im Dezember 2025 bewilligten Nachtragskredit von 3,8 Millionen Franken hinausgeht.
Das Projekt war terminlich von Beginn weg ambitioniert. Die für die Ausführung bereits reservierten Gleissperrungen für 2027 musste die Gemeinde wegen des Baustopps annullieren. Neue Sperren müssen beantragt werden. Auf Hauptlinien der SBB muss dies rund zwei Jahre im Voraus geschehen.
Der Baustopp schafft die Möglichkeit und zugleich den Anlass, das Projekt zu überprüfen.. «Die Gemeinde ist Bauherrin dieses Projekts und trägt die Verantwortung», sagt Petra Ramseier, Gemeinderätin. «Aufgrund der heutigen Situation lassen wir das Projekt jetzt extern und unabhängig überprüfen, bevor wir über das weitere Vorgehen entscheiden.»
Mit der Überprüfung wurde ein externes Büro beauftragt. Im Fokus stehen insbesondere die bisherige Projektentwicklung, die Ursachen der Kostensteigerungen sowie die zu erwartenden weiteren Kosten und Kostenrisiken.
Der Gemeinderat greift dem Ergebnis der Analyse nicht vor und legt sich zum jetzigen Zeitpunkt auf keine bestimmte Lösung fest. Er wird über das weitere Vorgehen entscheiden, sobald die vertieften Erkenntnisse vorliegen. Wann das sein wird, kann momentan noch nicht definiert werden.
«Der Gemeinderat misst einer sicheren und attraktiven Verbindung zwischen Nord und Süd weiterhin grosse Bedeutung bei», betont Petra Ramseier, Gemeinderätin. «Die Querung der Gleise bleibt an verschiedenen Orten möglich, etwa beim Bahnhof. Was fehlt, ist die gute, direkte Verbindung, die mit der neuen Passerelle entstehen soll.»
Wie es mit dem Projekt weitergeht, hängt vom Ausgang der hängigen Beschwerdeverfahren, der Erkenntnisse aus der externen Analyse und von der Klärung der Kostenfrage ab.
Für weitere Auskünfte
Gemeinde Pratteln, Sandra Meier, Teamleiterin Kommunikation und Politik, sandra.meier@pratteln.ch