Gemeinsam Natur gestalten

Pratteln investiert gezielt in Natur und Lebensqualität. Mit dem Grünstadt-Label, ökologischen Ausgleichsmassnahmen und einer aktiven Biodiversitätspolitik setzt die Gemeinde ein starkes Zeichen für eine nachhaltig gestaltete Umwelt. Doch das Beste daran: Jede und jeder kann mitmachen – ob mit einem blühenden Balkon, einer übernommenen Patenschaft oder einem einheimischen Strauch im Garten.

Auch kleine Eingriffe können Grosses bewirken. Ob ein neuer Brunnen mit Unkenwannen, eine blühende Baumrabatte oder ein renaturierter Bachabschnitt – in Pratteln entsteht Schritt für Schritt ein Netz aus lebendigen Räumen, das Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermassen bereichert. Diese Seite zeigt, was die Gemeinde unternimmt und wie auch Sie dazu beitragen können.

Auf dieser Seite:

 

Warum Biodiversität wichtig ist

Biodiversität bedeutet die gesamte Vielfalt des Lebens – vom Regenwurm über das Gänseblümchen bis hin zur seltenen Amphibienart. Jedes Lebewesen hat eine Funktion im ökologischen Kreislauf: Bestäuber sichern unsere Ernte, Böden mit intaktem Bodenleben speichern Wasser, und Hecken schützen vor Hitze und Wind.

Doch diese Vielfalt steht unter Druck. Versiegelung, Zersiedelung und intensive Nutzung lassen wertvolle Lebensräume schwinden – auch im Siedlungsgebiet. Umso wichtiger ist es, diesen Entwicklungen aktiv entgegenzuwirken: durch naturnahe Gestaltung, den Erhalt von Kleinstrukturen und eine bewusste Pflege von Grünflächen.

Heimische Pflanzen: Wasserdost und Kugeldistel, Pinselkäfer
Schafgarbe, Wiesensalbei, Küchenschelle

Pratteln verfügt über ein hohes ökologisches Potenzial. Bach- und Teichufer, Böschungen und Hecken bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsort – darunter auch seltene Arten. Dieses Potenzial zu nutzen und zu erweitern, ist das gemeinsame Ziel von Gemeinde und Bevölkerung.

News zum Thema

Das Team der Wasserversorgung mit dem neuen Kästeli-Brunnen.

 

Neuer Brunnen, neuer Lebensraum

Der alte Kästeli-Brunnen war stark beschädigt und nicht mehr wirtschaftlich instand zu setzen. An seiner Stelle steht nun ein neuer Brunnen aus Jurakaltstein. Sein Überlaufwasser fliesst direkt in neu angelegte Unkenwannen in der Umgebung – und schafft so nebenbei wertvolle Lebensräume für Amphibien. Zum Artikel

Was die Gemeinde tut

Pratteln handelt: Der Gemeinderat hat den Erwerb des Grünstadt-Labels der Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien (VSSG) beschlossen – eine Auszeichnung für Gemeinden, die sich mit besonderem Engagement für Artenvielfalt einsetzen. Mit der Zertifizierung macht Pratteln sichtbar, dass ein lebendiges, grünes Umfeld kein Zufall ist, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit.

 

Das Label würdigt das gemeinsame Engagement aller Beteiligten. Jeder einzelne Baum steht dabei symbolisch für einen weiteren Schritt hin zu einem noch grüneren Pratteln.

Petra Ramseier, Gemeinderätin

 

Im Alltag bedeutet das konkret: ökologische Auflagen bei Bauprojekten, Dachbegrünungen, der Einsatz von Wildstauden und zusätzlichen Bäumen sowie eine naturnahe Pflege durch den Werkhof. So trägt Pratteln zu mehr Artenvielfalt und einem besseren Mikroklima bei – Schritt für Schritt, Fläche für Fläche.

Der Friedhof Gottesacker wurde vor einigen Jahren naturnah gestaltet. Die Qualitäten der Parkanlage mit altem Baumbestand und einer einzigartigen Atmosphäre bleiben damit erhalten.
Für Wildbienen: Sandlinsen. Drei von vier einheimischen Wildbienen-Arten nisten in selbstgegrabenen Gängen im Boden.

 

Leuchtturmprojekt: Aufwertung Rheinstrasse West

Die Rheinstrasse West hat sich gewandelt: Was früher eine reine Verkehrsachse war, ist heute ein grüner Boulevard – ein Stadtraum mit echter Aufenthaltsqualität. Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende profitieren von einem durchgehenden Langsamverkehrskorridor, der die angrenzenden Quartiere miteinander verbindet.

Doch die Aufwertung geht über das Optische hinaus. Die neuen Grünstrukturen stärken die Vernetzung von Lebensräumen, fördern die Biodiversität und verbessern das Regenwassermanagement. Die Rheinstrasse erfüllt damit eine dreifache Funktion: als attraktiver Aufenthaltsort, als ökologischer Korridor und als zeitgemässer Stadtraum.

 

Auch kleine Flächen können viel bewirken. Ein naturnaher Garten, ein bepflanzter Balkon oder eine blühende Terrasse sind mehr als Dekoration – sie sind Lebensraum. Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und Kleintiere macht es einen grossen Unterschied, ob auf einheimische Wildpflanzen gesetzt wird oder auf sterile Zierbeete.

Einfache Massnahmen mit grosser Wirkung:

  • Einheimische Wildpflanzen statt Ziersträucher pflanzen
  • Auf Pestizide und Herbizide verzichten
  • Steinhaufen, Totholz oder Sandflächen als Kleinstrukturen anlegen
  • Nisthilfen für Vögel und Insekten aufhängen
  • Rasenflächen in Blumenwiesen umwandeln
15 Tipps für mehr Natur – das Prattler Kartenset

 

Mit wenig Aufwand blühende und lebendige Räume schaffen – das zeigt das Prattler Kartenset mit 15 praktischen Tipps für Garten, Balkon und Aussenraum. Die Karten sind kostenlos erhältlich am Schalter der Gemeindeverwaltung oder als Download:

Kartenset herunterladen (PDF)Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

Eine Patenschaft übernehmen und aktiv mitgestalten

Übernehmen Sie eine Patenschaft und leisten Sie einen sichtbaren Beitrag zur Verschönerung von Pratteln. Es gibt drei Formen:

 

 

 

Baumpatenschaft

Schmücken und pflegen Sie eine Baumrabatte mit Blumen und Sträuchern und versorgen die Pflanzen mit Wasser. 

Raumpatenschaft

Sammeln Sie regelmässig Abfall in einem selbst definierten Bereich ein. Das nötige Material erhalten Sie kostenlos von der Gemeinde.

Brunnenpatenschaft

Gestalten und pflegen Sie den Blumenschmuck eines öffentlichen Brunnens Ihrer Wahl. Eine schöne Geste, die das Ortsbild bereichert.

Kontaktmöglichkeiten bei Interesse: Patenschaftsangebot
Alle Informationen kompakt: Informationsflyer
Mehr zum Brunnenschmuck: Verschönerungsverein PrattelnExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

 

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