Neophyten und Schädlinge
Schädlinge und invasive Neophyten stellen eine wachsende Herausforderung für Umwelt, Landwirtschaft und Siedlungsräume dar: Während eingeschleppte Insekten teilweise heimische Arten verdrängen und gesundheitliche Risiken bergen, breiten sich gebietsfremde Pflanzen unkontrolliert aus und destabilisieren so unsere Ökosysteme.
Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die sich unkontrolliert ausbreiten. Sie verdrängen einheimische Arten und gefährden damit die Biodiversität. Zudem können sie ökologische, wirtschaftliche und gesundheitliche Schäden verursachen.
Seit dem 1. September 2024 ist der Verkauf, die Neupflanzung, das Verpflanzen, Vermehren oder Verschenken invasiver Neophyten gesetzlich verboten. Bereits bestehende Pflanzen dürfen zwar stehen bleiben – trotzdem empfiehlt es sich, diese zu entfernen. Ersetzen Sie beispielsweise den Asiatischen Kirschlorbeer durch den Portugiesischen Kirschlorbeer, der eine naturnahe Alternative darstellt.
Um das Problem systematisch anzugehen, hat der Gemeinderat ein Neophytenkonzept verabschiedet. Dieses beschreibt die Eindämmung und Bekämpfung invasiver Arten in vier Stufen und legt Schwerpunkte nach Flächentyp fest. In besonders sensiblen Bereichen wie Naturschutzgebieten und naturnahen Uferzonen gilt eine Null-Toleranz-Strategie. In Industriegebieten liegt der Fokus hingegen darauf, die Ausbreitung auf angrenzende Flächen zu verhindern. So leistet die Gemeinde einen aktiven Beitrag zum Schutz der einheimischen Natur und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Asiatische Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke ist eine aus Südostasien eingeschleppte Stechmückenart. Im Gegensatz zu vielen heimischen Mücken ist sie tagsüber aktiv und sticht sehr häufig. Das macht sie besonders lästig. Die Mücke kann verschiedene Krankheiten übertragen. In der Schweiz ist das Risiko aktuell noch gering, aber die Mücke breitet sich weiter aus.
- Vermeiden Sie Wasseransammlungen
- Entleeren Sie Pflanzenuntersetzer wöchentlich oder füllen Sie diese mit Sand
- Lagern Sie leere Behälter (Giesskannen, Eimer, Spielzeug usw.) unter einem Dach oder drehen Sie diese um, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann
- Dichten Sie Regenwasserbehälter mit einem feinmaschigen Mückennetz (Maschenweite 1,5 mm oder kleiner) und Gummiband ab
- Vogelbäder und Tränkebecken für Tiere können Sie problemlos beibehalten. Sie sollten diese aber mindestens wöchentlich entleeren und neu auffüllen.
Mehr Informationen sind auf der Website des Kantons zu finden.
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